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B-Vitamine für Energie, Nerven und Beauty?

B-Vitamine – Nervenfutter und Nutrikosmetik für Haare, Haut, Nägel

„Vitamin B“ meint in der Ernährungswissenschaft eine ganze Gruppe von – inzwischen insgesamt acht, allerdings nicht durchgängig nummerierten – wasserlöslichen Vitaminen. Im sozialen Miteinander dagegen kennen wir „Vitamin B“ als ungerechtfertigte Bevorzugung durch Beziehungen. Also das, was so manch einer unserer Gesellschaft als ähnlich essentiell erachtet, wie es die Vitamine für unseren Körper sind.

Am populärsten und auch im Arzneimittelbereich am meisten verbreitet, ist ihre Anwendung „für starke Nerven“. Speziell Folsäure hat in der Neuralrohrdefektprophylaxe, der Vermeidung eines offenen Rückens von Neugeborenen, seinen festen Platz.

In Kombination mit Vitamin B6 und B12 gilt sie im Rahmen des Homocysteinstoffwechsels als Faktor, der auch das Arterioskleroserisiko bestimmt. Letztlich sind nahezu alle Stoffwechselvorgänge von B-Vitaminen abhängig. So auch der Eiweißstoffwechsel, der über die Kollagen- und Keratinbildung das Gerüst schnell nachwachsender Gewebe wie Haare, Haut und Nägel bildet.

In der Nutrikosmetik haben sich v.a. das Biotin – seit je her als „Schönheitsvitamin“ bekannt – sowie das Riboflavin und Niacin bestätigt.

 


Der Vitamin B-Komplex verlangt vielseitige Kombination möglichst naturbelassener Lebensmittel

Zum Vitamin-B-Komplex zählen heute: Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B5 (Pantothensäure), Vitamin B6 (Pyridoxin), Vitamin B12 (Cobalamin) sowie Vitamin B9 (Folsäure), Vitamin B3 (Niacin) und das Vitamin B7 (Biotin, Vitamin H).

Fast alle dieser Substanzen sind sowohl in tierischen (z. B. Milch- oder Leberprodukte) als auch pflanzlichen Lebensmitteln (z. B. Vollwertprodukten, Broccoli oder Grünkohl) ausreichend enthalten.

Ausgenommen Vitamin B12: Es kommt in pflanzlichen Lebensmitteln so gut wie gar nicht vor. Allerdings kann es im Gegensatz zu seinen anderen, wasserlöslichen Gruppenmitgliedern im Körper gespeichert werden.

Außerdem wichtig zu wissen: Auch wenn wir Vollkorngetreide zu den guten Lieferanten zählen, sie kommen leider selten als solche, z.B. als Frischkornbrei, auf den Tisch. Stattdessen bevorzugen wir „veredelte“ Verarbeitungsprodukte, bei denen die mikronährstoffreichen Schalen und Keimlinge und damit auch die B-Vitamine fehlen.

B-Vitamine-tierische-pflanzliche-Kost

Zu langes Wässern und kräftiges Waschen, z.B. von Salat und Gemüse, schwemmt die wasserlöslichen Vitamine aus und zerstört sie. Auch vertragen sie lange Lagerzeiten und/oder hohe Temperaturen beim Garen nicht so gut.


Die B-Vitamin-Versorgung

Auch wenn das Gros der Bevölkerung nach wie vor einseitig und nicht ausgewogen genug isst. Die Versorgung mit der Vitamin B Gruppe scheint gewährleistet. Dank der weiten Verbreitung und des bei vielen nach wie vor zu hohen Verzehrs an tierischen Lebensmitteln. Auch die aktuellen Ernährungserhebungen spiegeln dies wieder.
Nur die Folsäure-Versorgung (Vitamin B9) gilt in nahezu allen Altersklassen als kritisch. Entsprechend wird die Folsäurezufuhr zusätzlich zur Nahrung nicht nur für Frauen mit Kinderwunsch empfohlen.

Inzwischen werden auch in Deutschland Lebensmittel des allgemeinen Verzehrs, wie z.B. Salz, mit Folsäure angereichert.
Cobalamin (Vitamin B12) fehlt häufiger bei Vegetariern sowie im höheren Alter.

Die Zufuhrempfehlungen der Einzelvitamine für Ihren persönlichen Check-up finden Sie hier.
Speziell zu Biotin (Vitamin B7) – dem Schönheitsvitamin schlechthin – erfahren Sie hier mehr.